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GESCHICHTE
17:53 02.02.2007
Geschichte des Eishockeysports in Österreich

Geschichte des Eishockeysports in Österreich

Erstmals schien das Wort "Eishockey" in Österreich im Jahre 1897 auf - hundert Jahre später gehört Österreich zu den 16 weltbesten Eishockeynationen.


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Geschichte des Eishockeysports in Österreich
Geschichte des Eishockeysports in Österreich

Erstmals schien das Wort "Eishockey" in Österreich im Jahre 1897 auf - hundert Jahre später gehört Österreich zu den 16 weltbesten Eishockeynationen.

Das erste Eishockeytraining fand am Weihnachtstag 1899 in Wien statt. 20 Mann hatten sich beim Engelmann'schen Eisplatz eingefunden, um das "neue" Spiel zu versuchen. Sie jagten im durch einen Strick abgesperrten oberen Teil der Eisfläche mit einem Prügel einem "Eishockeyball" hinterher - ohne auch nur im Entferntesten eine Regel zu kennen.

Im Jänner 1900 trug der Training Eisclub gegen den Wiener Athletiksport-Club die erste "richtige" Partie aus. Gespielt wurde mit Mannschaften von je sieben Spielern (Tormann, zwei Verteidiger, ein Mittelmann und drei Stürmer). Danach ging es mit dem Eishockeysport stetig bergauf: Einen wesentlichen Anteil am Aufschwung hatte die Eröffnung der ersten Kunsteisbahn 1909, von da an bestanden bessere Trainingsbedingungen.

1912 wurde der Österreichische Eishockeyverband gegründet. Auf die konstituierende Generalversammlung folgte die Genehmigung der Satzungen des Vereines "Österreichischer Eishockeyverband" (ÖEHV) durch die Statthalterei. Erster ÖEHV-Präsident war Gustav Feix. Er erwirkte 1912 auch die Aufnahme in die LIHG/IIHF (Internationaler Eishockey Verband). 1913 nahm das Österreichische Nationalteam erstmals offiziell an der Europameisterschaft in München teil.

Nach dem 1. Weltkrieg kam es 1919 zur Neukonstituierung des ÖEHV unter Präsident Oskar Schlesinger. Gleichzeitig setzte sich das "kanadische Eishockey" mit Scheibe durch. Bei der EM in Wien 1927 wurde Österreich unter Coach Dr. Gordon Dempsey ungeschlagen Europameister. Noch eine Sternstunde erlebte Eishockey-Österreich 1930: Österreich besiegte als erste europäische Mannschaft ein Team aus Übersee - Weltmeister Kanada wurde mit 1:0 nach Hause geschickt. Und der Erfolg hielt an: 1931 bejubelte das Nationalteam erneut den Europameistertitel, bei der WM gab es die Bronzemedaille hinter Kanada und den USA, gefolgt von zwei Silbermedaillen bei den EM 1932 und 1933.

Während des 2. Weltkrieges existierte der ÖEHV praktisch nicht mehr. Die verbliebenen Vereine spielten in der deutschen Meisterschaft mit, wo der EKE Wien (1939) und der Wiener EV (1940) über den Titel "Deutscher Meister" jubelten. 1945 erstand der ÖEHV wieder auf: Es kam nach einer Initiative von Alois Schaffer zur Neuanmeldung bei der Vereinsbehörde. 1947 durfte das Nationalteam wieder über WM-Bronze jubeln.

Dann der Absturz auf internationaler Ebene - 1963 spielte Österreich erstmals in der C-Gruppe, schaffte aber sofort wieder den Aufstieg in den B-Pool. Fast zwanzig Jahre Zweitklassigkeit mit gelegentlichen Ausflügen in die C-Gruppe folgten. Die WM 1981 in Peking (CHN) war für Österreich die letzte im C-Pool.

Inzwischen hatte sich der ÖEHV als Veranstalter und Österreich als Gastgeberland von Weltmeisterschaften einen hervorragenden Namen gemacht. 1967, 1977 und 1987 war die Weltelite in der Wiener Stadthalle zu Gast. Und die B-WM 1992, die auf Initiative von ÖEHV-Präsident Dr. Hans Dobida von der IIHF nach Klagenfurt und Villach vergeben wurde, verhalf dem österreichischen Eishockeysport zu höheren Ehren: Das Nationalteam wurde B-Weltmeister, stieg in den A-Pool auf und genoß fortan den Ruf, eines der besten der Welt zu sein.

Zwiespältige Gefühle kamen nach der A-WM in der Wiener Stadthalle auf: Organisatorisch top, sportlich flop. Wien erlebte ein Eishockeyfest ersten Ranges, nur die heimischen Fans konnten nicht so richtig mitfeiern: Das Nationalteam stieg erst in die Relegationsrunde, dann auch noch in die B-Gruppe ab. Nach der WM 1996 kam es zum Wechsel an der Verbandsspitze: HR Dr. Dieter Kalt folgte Dr. Dobida an der Spitze des Verbandes nach. Der Ex-Internationale Giuseppe Mion ersetzte Kalt als Verbandskapitän. Dr. Dobida wurde zum ÖEHV-Ehrenpräsident ernannt.

Bei der B-WM 1997 in Polen schaffte Österreich die Teilnahmeberechtigung für das A-WM-Qualifikationsturnier. Das wurde höchst erfolgreich in Klagenfurt ausgerichtet. Die A-WM 1998 in der Schweiz mündete wieder in Ernüchterung: Österreich mußte erneut in die Qualifikation - nach dem internationalen Lob des letzten Jahres war Klagenfurt wieder als Ausrichter zur Stelle.

Seit 1999 hält sich Österreich unter den 16 besten Nationen der Welt. Und schaffte zudem 2002 zum dritten Mal in Folge nach 1994 und 1998 den Sprung zu Olympia. Freilich mußte dazu erstmal die Qualifikation geschafft werden: Die Olympia-Qualifikationsturniere 1997 in Innsbruck und 2001 in Klagenfurt ließen jedesmal die Heimmannschaft jubeln.

2005 richtete der ÖEHV die Eishockey WM in Wien aus.

17:53 02.02.2007



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